Kostbare Sättel, Pfeile, Köcher und Reflexbögen, Säbel, Schilde und Helme sowie besondere Raritäten von Ledermosaiken werden auf Schloss Ambras nun neu präsentiert.
Dank großzügiger Unterstützung konnte die Ambraser Türkenkammer neue Spezialvitrinen, die den aktuellsten Standards entsprechen, anschaffen und der erste Teilabschnitt der „Türkenkammer neu“ konnte nun abgeschlossen werden.
Die von Erzherzog Ferdinand II. zusammengetragenen Objekte wurden in der sogenannten „Türkenkammer“ ausgestellt und waren eine Reminiszenz an die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Habsburgern und Osmanen, deren Reich sich bis an die habsburgische Grenzen ausdehnte.
Auch Beutestücke aus dem Feldzug Erzherzog Ferdinand II. gegen den „Hauptfeind der Christenheit“ in Ungarn fanden in seiner „Türkenkammer“ Aufnahme.
Unter den zahlreichen Gegenständen befinden sich auch Maskenvisiere, die früher bei „Husarischen Turnieren“ getragen wurden.
Ein besonderes Highlight ist eine Serie von Ledermosaiken, die an der Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Konservierung und Restaurierung untersucht und restauriert wurden. Die Ambraser Ledermosaike könnten aus dem Feldlager Sultan Süleymans des prächtigen stammen, der im Herbst 1529 Wien belagerte und zählen zu den seltenen kunsthandwerklichen Zeugnissen osmanischer Kunst dieser Art.
Die Ausstellung wurde von Gerhard Veigel gestaltet, die Ausstellungsgrafik stammt von Lothar Bienenstein.
Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20, 6020 Innsbruck
täglich von 10 bis 17 Uhr
www.schlossambras-innsbruck.at