Austrian Health Report 2024/25

Seit 2022 wird der Austrian Health Report erstellt, die Befragung wird im Auftrag von Sandoz durch IFES durchgeführt, für den Austrian Health Report 2024/25 wurden 1.013 Personen ab 16 Jahren befragt.

Im Oktober 2024 wurde der aktuelle Report präsentiert und die Ergebnisse gingen durch alle Medien.

So wurde von 70 % der Befragten ein verbesserter Gesundheitszustand seit dem Ende der Pandemie angegeben, die Generation 60plus schätzt ihre psychisches Gesundheit höher ein als die unter 30-Jährigen, aber nur ein Viertel blickt optimistisch in die gesundheitliche Zukunft.

90% der österreichischen Bevölkerung wünschen sich laut Umfrage nicht nur mehr Ärzte und Ärztinnen, sondern auch kürzere Wartezeiten. Kein Wunder für diese Wünsche, da Arzttermine bereits unter Mangelware fallen, Patienten oder Patientinnen bis zu 1 Jahr auf Operationstermine warten müssen, Krankenhäuser, aber auch Ärzte und Ärztinnen, eine „Patientenabwehr-Politik“ verfolgen und selbst Wahlärzte heillos überlaufen sind.

Dass das österreichische Gesundheitssystem finanziell in allen Fugen kracht, hat sich ja bereits herumgesprochen. Damit bei Medikamenten Versorgungssicherheit, faire Preise und ein stabiler Produktionsstandort sichergestellt werden, können sich viele Befragte vorstellen, dass die Medikamentenherstellung wieder mehr ins Inland verlagert wird und auch kostengünstigere Generika zum Einsatz kommen könnten.

Auch die Angst vor Zwei-Klassen-Medizin ist hoch. Mehr als die Hälfte findet, dass die Behandlungsqualität ungleich verteilt ist und acht von zehn sind laut Report überzeugt, dass Menschen, die es sich leisten können, schneller behandelt werden.

Und trotz all dieser Wünsche und der Tatsache, dass es immer weniger Diagnostiker oder Diagnostikerinnen gibt, die den gesamten Patienten oder die Patientin in den Mittelpunkt stellen und nur eine „Fleckerldiagnose“ erstellt wird, sind 51% der Befragten mit der heimischen Gesundheitsversorgung zufrieden und 44% auch mit der Zusammenarbeit des Gesundheitspersonals.

Interessierte finden den Austrian Health Report unter www.austrianhealthreport.at zum Nachlesen.

Foto: Grafik AHR-Report: Copyright Austrian Health Report: Darum muss sich die nächste Bundesregierung kümmern

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